Pressestimmen

Wochenblatt Birseck vom 19.04.2018

Wochenblatt Birseck vom 15.12.2016

Wochenblatt Birseck vom 08.12.2016

Herbstreise an Rhein und Thur

Gut ausgeschlafen trafen sich die Sängerinen und Sänger am vergangenen
Sonntagmorgen zum Jahresausflug. Durch die farbenprächtige Herbstlandschaft
fuhr uns der Bus zum Kaffeehalt nach Kemptthal und weiter nach Winterthur.
Auf der Empore der Kirche St. Peter und Paul sangen wir unter der Leitung
von D. Rossel im Pfarreigottesdienst aus unserem Repertoire. DieWendeltreppe in die luftige Höhe war für etliche eine Herausforderung, doch entschädigte uns die wunderschöne Akustik für die Anstrengung.

Stein am Rhein mit seinen mittelalterlichen Häusern war das nächstes Ziel, wo wir im Restaurant Badstube kulinarisch verwöhnt wurden. In der alten Badstube konnte sich allerdings kein Sänger entscheiden, sich einem Haarschnitt oder einer Zahnbehandlung zu je 4 Kreuzern zu unterziehen. Für Frauen waren keine Behandlungen vorgesehen.
Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und so entschloss sich eine Gruppe, auf die Insel Werd zu spazieren. Die zweite Gruppe liess sich zu einer Zeitreise ins Museum Lindwurm einladen. Im späteren Nachmittag fuhren wir weiter nach Andelfingen, ans Jahreskonzert ’pílagrímr’ der Männerstimmen Basel. Wir genossen die Chormusik und erlebten, dass die menschliche Stimme das vielseitigste Instrument darstellt. Der Mond begleitete uns auf der Heimreise nach dem herrlichen Herbsttag mit den farbigen Höhepunkten.
Vielen Dank den Organisatoren.
Verena Portmann

DasWochenblatt Birseck vom 29.10.2015


Ekstatische geistliche Musik

Neue musikalische Wege: Cäcilienchor und Kirchenchor Pfeffingen proben die Misatango von Martin Palmeri. Foto: Thomas Brunnschweiler

Neue musikalische Wege: Cäcilienchor und Kirchenchor Pfeffingen proben die Misatango von Martin Palmeri. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

 

Unter dem Gesamttitel «Misa Tango» wird nächsten Sonntag um 17 Uhr in der katholischen Kirche die «Misa Buenos Aires» des in Buenos Aires lebenden Martin Palmeri vorgetragen werden. Der 1965 geborene Komponist verbindet in seiner «Misatango» die Worte der lateinischen Messe mit den Stilelementen des argentinischen Tango Nuevo, der bei uns vor allem durch die Werke Astor Piazzollas bekannt geworden ist. Palmeri, der am 7. Dezember den Proben in Aesch selbst beiwohnte, ist sehr glücklich, dass man seine «Misa a Buenos Aires» in Deutschland gedruckt hat. «Ich erwartete nicht, dass man sich in Europa für diese Musik interessieren würde», sagte er kurz vor seiner Weiterreise nach Mailand. Er komponierte das Werk 1996. Vor drei Jahren kam er erstmals in die Schweiz. «Ich kam zuerst nach Neuchâtel und liebe diese Stadt, weil es dort sehr viele nette Leute gibt. In Therwil übernachtete ich im Haus eines Choristen.»


Sinnliche Spiritualität

In Palmeris Musik wird wie bei Piazzolla die Harmonie des Tangos mit Mitteln des Jazz sowie nach den Vorbildern Strawinskys und Bartóks ausgeweitet. Charakteristisch sind die synkopischen Rhythmen, der spezifische Klang des Bandoneons, eines Handzuginstruments, die Staccati und die melancholische Stimmung der Musik. Einmal dominiert der obsessive Rhythmus, dann wieder elegische Solopassagen. Bogenschläge auf den Violinen, stechende Streicherakzente, Glissandi, insistente Klavierpassagen, virtuose Bandoneonläufe und Beschleunigungen bestimmen die teilweise ekstatische Musik. Für europäische Hörer ist diese Musik voller sublimer Erotik; Palmeri selbst kommt dieser Bezug nicht in den Sinn. Wahrscheinlich ist der Tango den Argentiniern so ins Blut übergegangen, dass sie die Spannung zwischen Wort und Musik kaum mehr wahrnehmen.


Ungewöhnliche Synthese
Beat Wipf, der Präsident des Cäcilienchors, sagt: «Unser Dirigent Michael Schaub wollte nach der Paukenmesse von Haydn dieses Jahr etwas mit mehr Rhythmus aufführen. Nach einem Programm mit Gospels im Frühjahr gingen wir nach den Sommerferien ernsthaft ans Üben des Werks.» Dank Übungs-CDs konnten alle «im stillen Kämmerlein» ihre Stimme einstudieren. Die Mezzosopranistin Bettina Maria Siegfried, die 2010 das Master of Performance Studium in Gesang abschloss, wird nicht nur die Solopartien der «Misa Tango», sondern auch drei Lieder von Manuel de Falla singen. Pfarrer Bernhard Schibli wird als Bariton vier Canciones Porteñas von Astor Piazzolla interpretieren. Es spielt die Camerata Da Vinci. Die kühne Synthese von Messe und moderner Klangsprache könnte wohl auch in Aesch «für Aufsehen und Begeisterung» sorgen, wie es im Programm heisst.

Das Wochenblatt Birseck vom 12.12.2012
Das Wochenblatt Birseck vom 26.05.2011
Das Wochenblatt Birseck vom 26.05.2011